Das Ziel heißt: Wieder sechs Sitze

18. November 2019

Die Röslauer SPD nominiert 28 Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahl. Die Liste stößt auf einhellige Zustimmung.

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Bürgermeister Torsten Gebhardt mit den 28 Kandidatinnen und Kandidaten der Röslauer Sozialdemokraten. Hintere Reihe (von links): Udo Radicke, Hans Stöhr, Deborah Fabian, Tobias Michuta, Tanja Haberer, Bernd Nürnberger, Gerd Rabenbauer, Rainer Hager, Christoph Grimm, Oliver Ziegler, Tom Ziegler, Gisela Fichtner, Siegfried Dörsch, Tobias Kraus, Florian Hegner. Vorne (von links): Patrick Fabian, Nicole Wächter, Ralf Eckner, Stefanie Wunschel, Roland Grimm, Brigitte Menzel, Torsten Gebhardt, Lisa Dörsch, Richard Lauber, Bastian Menzel, Claudia Gebhardt, Carmen Schönfelder, Caroline Wächter und Mario Fitzner.

Röslau – „Eine ganz starke Mannschaft.“ Bürgermeister Torsten Gebhardt, der im März nächsten Jahres nicht zur Wahl steht, freute sich, dass es dem SPD-Ortsverein gelungen sei, eine „so attraktive“ Gemeinderatsliste mit 28 Kandidatinnen und Kandidaten aufzustellen. „Damit sollte es möglich sein, wieder sechs der 14 Sitze zu erringen“, sagte Gebhardt in seiner Eigenschaft als SPD-Vorsitzender und fügte hinzu: „Ich habe auch nichts dagegen, wenn es ein Sitz mehr wird.“ Bei der Nominierungsversammlung am Freitagabend im voll besetzten Gasthof „Zur Sonne“ stieß der Vorschlag der SPD-Wahlkampfkommission auf einhellige Zustimmung. Zweiter Bürgermeister Kurt Lederer und Gemeinderat Dieter Wunderlich kandidieren nicht mehr, die anderen vier SPD-Räte stellen sich wieder zur Wahl, Roland Grimm auf eigenen Wunsch an vorletzter Stelle.

Die SPD-Liste führt Fraktionsvorsitzender Bernd Nürnberger an, der dem Röslauer Gemeinderat mittlerweile seit 35 Jahren angehört. „Wir können Kandidatinnen und Kandidaten aufbieten, die aus allen Schichten der Bevölkerung kommen, die viele Berufsgruppen vertreten, die in Vereinen und Verbänden aktiv sind – Kandidaten, die wissen, wo die Menschen der Schuh drückt“, betonte Nürnberger. Jahrelange kommunalpolitische Erfahrung und jugendlicher Elan seien auf der SPD-Liste genauso vereint wie Parteimitglieder und Parteifreie. „Die Mischung macht’s.“

In einem Gemeinderat, so der SPD-Fraktionschef, dürfe Parteipolitik keine Rolle spielen. Alle gewählten Vertreter seien verpflichtet, zum Wohle der Bürger zu arbeiten. „Wir in Röslau können erfreut feststellen: Bei uns ist das so. Ich kann mich in den zurückliegenden fünfeinhalb Jahren nicht an eine einzige parteipolitische Entscheidung erinnern. Es wurde quer durch alle Fraktionen immer um die bestmögliche Lösung gerungen“, sagte Nürnberger und dankte auch den beiden anderen Fraktionen für die gute Zusammenarbeit. Über manche Wortmeldung im Gemeinderat, die oft nur der eigenen Profilierung diene, müsse man schmunzelnd hinwegsehen.

„Obwohl ich schon sehr lange dabei bin, würde ich gerne noch ein paar unvollendete Dinge mit zu Ende bringen“, begründete Nürnberger seine erneute Kandidatur. Ein Thema, das der Bevölkerung besonders auf den Nägeln brenne, sei die ärztliche Versorgung. „Wir müssen und werden als Gemeinde alles in unserer Macht Stehende tun, damit Röslau, wenn Dr. Herschmann in seinen wohlverdienten Ruhestand tritt, wieder einen Hausarzt bekommt.“ Ebenso müsse endlich auf der Hofpeunt ein Baugebiet entstehen, um wieder junge Familien nach Röslau zu bekommen. „Wir beißen uns hier schon seit mehr als 30 Jahren die Zähne aus. Aber ich denke, allmählich kommt etwas Bewegung in die Sache.“ Ein erster Schritt sei mit der Erschließung des ehemaligen Blechschmidt-Areals als Bauland an der Lindenstraße bereits gemacht.

Nürnberger zählte noch viele weitere Projekte auf, unter anderem den Ausbau der Ortsstraßen. Nach der Sanierung der Fahrbahnen nach Bibersbach und zum Zwölfgipfelblick müsse dringend auch im Ortskern etwas passieren. Ob Thusstraße oder im Bereich Geiersgarten, ließ er offen.

Im Anschluss äußerten sich bei einer Vorstellungsrunde alle Kandidaten, warum sie für den Gemeinderat kandidieren und worauf es ihnen besonders ankommt. Die Palette reichte von mehr Wohnraum und Bauflächen für junge Familien, betreutem Wohnen für Senioren, Unterstützung von Industrie und Handwerk über Ausbau des Radwegenetzes auch zur Ankurbelung des Fremdenverkehrs bis hin zu einer aktiven Vereinsförderung. Die ärztliche Versorgung spielte nahezu in allen Beiträgen eine wichtige Rolle.

Landratskandidat Holger Grießhammer gratulierte der Röslauer SPD zu dieser Gemeinderatsliste. „Da seid ihr richtig gut aufgestellt“, sagte er und zeigte im Anschluss auf, wo er als Landrat Schwerpunkte setzen würde.

Die 28 Kandidatinnen und Kandidaten

  1. Bernd Nürnberger, 61, Redakteur, Gemeinderat
  2. Brigitte Menzel, 64, Rentnerin, Gemeinderätin
  3. Rainer Hager, 60, Betriebsleiter, Gemeinderat
  4. Lisa Dörsch, 29, Marketing-Managerin
  5. Florian Hegner, 33, Kfz-Meister
  6. Tanja Haberer, 34, Integrationshelferin
  7. Ralf Eckner, 41, Zahnarzt
  8. Claudia Gebhardt, 57, Hausfrau, Schöffin (ehrenamtliche Richterin)
  9. Oliver Ziegler, 50, Gymnasiallehrer
  10. Stefanie Wunschel, 45, Sekretärin
  11. Bastian Menzel, 40, Verwaltungsfachangestellter, Jugendschöffe (ehrenamtlicher Richter)
  12. Nicole Wächter, 34, Krankenschwester
  13. Richard Lauber, 53, Forstwirt
  14. Carmen Schönfelder, 41, Produktionshelferin
  15. Tobias Kraus, 27, Elektroniker für Geräte und Systeme
  16. Deborah Fabian, 34, Krankenschwester
  17. Christoph Grimm, 30, Projektleiter
  18. Gisela Fichtner, 55, Verwaltungsangestellte
  19. Tom Ziegler, 19, Student
  20. Patrick Fabian, 36, Maler und Lackierer
  21. Tobias Michuta, 32, Drahtzieher
  22. Siegfried Dörsch, 57, Finanzbeamter
  23. Mario Fitzner, 47, Technischer Kundenberater
  24. Udo Radicke, 69, Rentner
  25. Gerd Rabenbauer, 64, Rentner
  26. Hans Stöhr, 66, Bautechniker i. R.
  27. Roland Grimm,65. Zahntechniker i.R., Gemeinderat
  28. Caroline Wächter, 39, Integrationshelferin
    Ersatzkandidatin: Marianne Glaser

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